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Tropfbewässerung für Beete und Hecken: so funktioniert sie im Garten
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Bei der Tropfbewässerung liegt ein Schlauch mit eingebauten Tropfern am Boden und gibt das Wasser langsam direkt an der Pflanze ab. Nichts wird versprüht. Das Laub bleibt trocken, der Wind trägt nichts weg, und zwischen den Pflanzen wird kein Unkraut mitgegossen. Für Hecken, Staudenbeete, Rosen und Gemüse ist das die passende Art der Bewässerung. Auf den Rasen gehört sie nicht, dort arbeiten Regner.
Wie ist eine Tropfleitung aufgebaut?
Eine Tropfleitung ist ein Kunststoffrohr, in dem in festen Abständen kleine Tropfer sitzen. Jeder Tropfer gibt eine genau bemessene Wassermenge pro Stunde ab. Gute Leitungen sind druckausgleichend: Der erste Tropfer am Anfang des Beets liefert so viel wie der letzte am Ende, auch bei langen Strecken und am Hang.
Vor der Leitung sitzen zwei Bauteile, die bei Regnern nicht nötig sind. Ein Druckminderer senkt den Druck auf das Maß, für das die Tropfer gebaut sind. Ein Filter hält Sand und Schwebstoffe zurück, die die feinen Öffnungen verstopfen würden. Bei Brunnenwasser ist der Filter besonders wichtig.
Hecke bewässern: eine Leitung am Fuß
An einer Hecke verlegen wir die Tropfleitung entlang der Stämme, bei breiten oder frisch gepflanzten Hecken auf beiden Seiten. Eine neu gesetzte Hecke hat in den ersten zwei Jahren noch keine tiefen Wurzeln und vertrocknet in einem heißen Sommer schneller als jeder Rasen. Thuja und Kirschlorbeer zeigen den Schaden oft erst Wochen später, wenn ganze Abschnitte braun werden. Eine Tropfleitung gleicht das aus, ohne dass jemand jeden Abend mit dem Schlauch die Hecke abgeht.
Beete, Stauden und Gemüse
Im Beet legen wir die Leitung in Schleifen, sodass jede Pflanze einen Tropfer in der Nähe hat. Wie eng die Schleifen liegen, hängt vom Boden ab. In Sand sickert das Wasser fast senkrecht nach unten, die Leitungen liegen deshalb dichter. In lehmigem Boden breitet es sich seitlich aus, die Abstände dürfen größer sein.
Die Leitung kann offen auf dem Boden liegen oder unter Rindenmulch verschwinden. Unter Mulch ist sie nicht zu sehen und vor der Sonne geschützt. Im Gemüsebeet bleibt sie besser obenauf, weil dort jedes Jahr neu gepflanzt und gehackt wird.
Tomaten, Rosen und viele Stauden haben noch einen Vorteil davon: Trockenes Laub wird seltener von Pilzkrankheiten befallen. Welche Pflanzen besonders profitieren, steht im Beitrag Welche Pflanzen brauchen eine automatische Bewässerung?.
Eigene Zone, eigene Zeiten
Tropfleitungen und Regner gehören nie an dasselbe Ventil. Ein Regner gibt in wenigen Minuten ab, wofür eine Tropfleitung deutlich länger läuft. Hängen beide zusammen, bekommt entweder der Rasen zu viel oder das Beet zu wenig. In unseren Anlagen läuft die Tropfbewässerung deshalb als eigene Zone mit eigenem Programm im Steuergerät.
Wie lange eine Tropfzone laufen muss, hängt von den Tropfern, vom Boden und von den Pflanzen ab. Eingestellt wird das Programm, wenn die Anlage fertig ist. Prüfen können Sie das Ergebnis selbst: Graben Sie nach einem Durchgang neben einer Pflanze eine Handbreit tief. Ist die Erde dort feucht, passt die Einstellung.
Was Tropfleitungen an Pflege brauchen
- Filter reinigen, ein- bis zweimal pro Saison, bei Brunnenwasser öfter.
- Leitungen im Frühjahr ansehen. Nach der Gartenarbeit im Herbst ist gelegentlich eine Leitung mit dem Spaten getroffen.
- Vor dem Winter entleeren, zusammen mit dem Rest der Anlage.
Tropfbewässerung als Teil der ganzen Anlage
In den meisten Gärten bauen wir beides: Versenkregner für den Rasen, Tropfleitungen für alles, was in Beeten und an Hecken wächst. Ventile, Steuergerät und Regensensor sind dieselben. Wie Sie die Zonen dafür einteilen, beschreibt der Ratgeber Gartenbewässerung planen. Den Aufbau einer kompletten Anlage zeigt die Seite zur Gartenbewässerung.