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Gartenbewässerung planen: in fünf Schritten zur passenden Anlage

Inhalt
  1. Schritt 1: Was liefert die Wasserquelle?
  2. Schritt 2: Den Garten in Zonen teilen
  3. Schritt 3: Regner und Tropfleitungen auswählen
  4. Schritt 4: Leitungen, Ventilbox und Steuergerät
  5. Schritt 5: Wie viel Wasser, wie oft?
  6. Typische Fehler bei der Planung
  7. Selbst planen oder planen lassen?

Eine Gartenbewässerung plant man in fünf Schritten: Wasserquelle messen, den Garten in Zonen teilen, Regner und Tropfleitungen auswählen, den Weg der Leitungen festlegen und zum Schluss den Zeitplan einstellen. Die Reihenfolge ist wichtig, denn jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf. Wer mit den Regnern anfängt und die Wasserquelle zuletzt prüft, plant fast immer zweimal.

Der beste Zeitpunkt für die Planung ist der Herbst oder der Winter. Der Garten ist dann frei, die Termine für die Montage im Frühjahr sind noch offen, und die Anlage läuft, bevor die erste trockene Phase kommt.

Schritt 1: Was liefert die Wasserquelle?

Am Anfang stehen zwei Zahlen: der Druck in bar und der Durchfluss in Litern pro Minute. Von ihnen hängt ab, wie viele Regner gleichzeitig laufen können. Den Durchfluss können Sie grob selbst bestimmen. Stellen Sie einen 10-Liter-Eimer unter den Außenwasserhahn, drehen Sie voll auf und stoppen Sie die Zeit. Ist der Eimer nach 30 Sekunden voll, liefert der Anschluss rund 20 Liter pro Minute.

Für die genaue Planung reicht das nicht, weil der Druck beim Fließen sinkt. Wir messen deshalb beim Aufmaß beides mit dem Manometer, direkt am Anschluss, den die Anlage später nutzt. Bei einem Brunnen zählt die Leistung der Pumpe. Was für welche Quelle spricht, steht im Ratgeber Brunnen oder Trinkwasser.

Schritt 2: Den Garten in Zonen teilen

Eine Zone ist ein Teil des Gartens, der gemeinsam bewässert wird und an einem eigenen Ventil hängt. Zonen entstehen aus zwei Gründen. Erstens reicht das Wasser selten für alle Regner auf einmal, also laufen sie nacheinander. Zweitens brauchen nicht alle Pflanzen dasselbe.

  • Rasen bekommt eigene Zonen mit Versenkregnern.
  • Beete, Hecken und Gemüse laufen getrennt über Tropfleitungen.
  • Sonne und Schatten trennen wir, wenn die Flächen groß genug sind, weil der Rasen an der Südseite deutlich mehr verdunstet als hinter dem Haus.
  • Hanglagen werden nach Höhe geteilt.

Zeichnen Sie für den Anfang einen einfachen Plan Ihres Grundstücks mit Haus, Wegen, Rasen und Beeten. Maße in Metern genügen. Mit so einer Skizze lässt sich schon am Telefon abschätzen, wie viele Zonen es werden.

Schritt 3: Regner und Tropfleitungen auswählen

Auf dem Rasen arbeiten Versenkregner, die nur zum Bewässern aus dem Boden fahren. Entscheidend ist ihr Abstand. Jeder Regner muss mit seinem Strahl den Nachbarn erreichen, sonst bleiben zwischen den Kreisen trockene Stellen. Fachleute nennen das Kopf-zu-Kopf-Abdeckung. In kleinen und verwinkelten Flächen setzen wir Düsen mit kurzer Wurfweite ein, auf großen Flächen Getrieberegner.

In Beeten und an Hecken ist die Tropfleitung die bessere Wahl. Sie gibt das Wasser langsam am Boden ab, die Blätter bleiben trocken, und es geht kaum etwas durch Wind oder Verdunstung verloren.

Schritt 4: Leitungen, Ventilbox und Steuergerät

Jetzt wird festgelegt, wo die Technik sitzt. Die Ventilbox kommt an eine Stelle, die erreichbar bleibt und nicht mitten im Rasen stört, meist an den Rand eines Beets. Von dort führen die Rohre zu den Zonen. Wir verlegen sie in 30 bis 40 Zentimetern Tiefe und planen den Verlauf so, dass er Wurzeln alter Bäume, Terrassen und vorhandene Leitungen umgeht.

Das Steuergerät hängt in der Garage, im Keller oder im Hauswirtschaftsraum. Es braucht eine Steckdose und, wenn Sie per App steuern wollen, WLAN. Ein Regensensor verhindert, dass die Anlage bei Regen läuft. Wie die Teile zusammenarbeiten, erklärt der Beitrag Wie funktioniert ein automatisches Bewässerungssystem?.

Schritt 5: Wie viel Wasser, wie oft?

Als Richtwert für den Rasen gelten bei uns rund 10 Liter pro Quadratmeter und Gabe, zwei- bis dreimal pro Woche. Die genaue Menge hängt von der Temperatur, vom Boden und vom Alter des Rasens ab. Frisch verlegter Rollrasen braucht in den ersten Wochen häufiger Wasser, ein eingewachsener Rasen auf lehmigem Boden kommt mit weniger aus. Auf Sandboden verteilen wir dieselbe Menge auf mehr und kürzere Durchgänge.

Bewässert wird früh am Morgen. Dann ist es windstill, das Wasser zieht ein, und die Halme trocknen mit der ersten Sonne ab. Die Zeiten stellen wir bei der Übergabe ein. Ändern können Sie sie später selbst am Gerät oder in der App.

Typische Fehler bei der Planung

  • Zu viele Regner in einer Zone. Der Druck bricht ein, die Regner fahren nicht ganz aus und werfen zu kurz.
  • Rasen und Beete an einem Ventil. Eines von beiden bekommt dann immer zu viel oder zu wenig.
  • Regner zu weit auseinander. Die trockenen Stellen zeigen sich im ersten heißen Sommer.
  • Kein Platz für später. Wer ein Gewächshaus oder ein neues Beet plant, lässt in der Ventilbox gleich einen Abgang frei.

Selbst planen oder planen lassen?

Die Skizze, den Eimertest und die Wunschliste können Sie gut selbst vorbereiten. Die Berechnung der Zonen und die Auswahl der Düsen ist Handwerk, das Messwerte und Erfahrung braucht. Bei uns gehört die Planung zu jeder Anlage dazu: Wir kommen in den Garten, messen und rechnen und schicken Ihnen danach ein Angebot mit festem Preis. Eine komplette Anlage mit Montage beginnt bei etwa 3.000 Euro. Wovon der Preis abhängt, lesen Sie unter Was kostet eine automatische Gartenbewässerung?. Wie eine fertige Anlage aussieht, zeigt die Seite zur Gartenbewässerung. Aufmaße machen wir unter anderem in Cottbus, Berlin und Dresden.

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