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Was kostet eine automatische Gartenbewässerung?
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Die kurze Antwort: Eine komplette automatische Bewässerungsanlage mit Hunter-Technik, Material und Montage beginnt bei uns bei etwa 3.000 Euro. Das ist der Einstieg für einen kleineren Garten mit wenigen Zonen. Nach oben ist die Spanne offen, weil jede Anlage für einen konkreten Garten geplant wird und fünf Dinge den Preis bestimmen, die von Grundstück zu Grundstück verschieden sind.
Wer diese fünf Punkte kennt, kann ein Angebot einordnen und weiß, woran sich beim eigenen Garten noch etwas ändern lässt.
Woraus sich der Preis zusammensetzt
Eine Anlage besteht aus einer festen Grundausstattung und aus Bausteinen, die mit der Größe des Gartens wachsen. Zur Grundausstattung gehören das Steuergerät, der Anschluss an die Wasserquelle mit Filter und Absperrung, die Ventilbox mit den ersten Ventilen, das Steuerkabel und der Regensensor. Diese Teile braucht jede Anlage, ob für 150 oder 1.500 Quadratmeter – deshalb ist der Preis pro Quadratmeter bei kleinen Gärten am höchsten und sinkt mit der Fläche.
Alles Weitere skaliert mit dem Garten: pro Zone ein Ventil, eine Leitung und die Regner oder Tropfleitung dieser Zone, dazu die Arbeitszeit für Fräsen, Verlegen und Einstellen.
Faktor 1: Fläche und Zahl der Zonen
Der Rasen ist bei den meisten Anlagen der größte Posten. Entscheidend ist dabei weniger die Fläche in Quadratmetern als die Zahl der Zonen, in die sie aufgeteilt werden muss. Jede Wasserquelle liefert nur eine bestimmte Menge Wasser pro Stunde, und jede Zone darf nur so viele Regner haben, wie diese Menge versorgen kann. Ein Garten mit 300 Quadratmetern Rasen am Hausanschluss kommt typischerweise mit zwei bis drei Rasenzonen aus; ein Garten mit 800 Quadratmetern braucht entsprechend mehr.
Auch die Form spielt eine Rolle. Ein rechteckiger Rasen lässt sich mit wenigen Regnern und sauber überlappenden Wurfbildern abdecken. Ein verwinkelter Garten mit Beeten mittendrin, Bäumen und schmalen Streifen entlang der Hecke braucht mehr Regner mit kleineren Wurfweiten – und damit mehr Material und Einstellzeit.
Faktor 2: Beete und Hecken
Beete, Hecken, Rosen und Gemüse bekommen Tropfleitungen statt Regner. Das Material ist günstiger als ein Versenkregner, die Verlegung ist einfacher, aber jede Tropfzone braucht ebenfalls ihr eigenes Ventil und ihre eigene Laufzeit. Ein Garten, der nur aus Rasen besteht, ist deshalb pro Quadratmeter günstiger als einer mit vielen Beeten – auch wenn die Beete für die Pflanzen den größten Nutzen bringen, weil das Wasser direkt an der Wurzel ankommt.
Faktor 3: die Wasserquelle
Am Hausanschluss fallen keine zusätzlichen Kosten für die Anlage an, dafür zahlen Sie später jeden Kubikmeter. Ein Brunnen mit Pumpe kostet in der Anschaffung mehr, macht das Gießwasser danach aber fast kostenlos. Die Zisterne lohnt sich vor allem, wenn sie beim Hausbau ohnehin eingebaut wird. Welche Quelle zu welchem Garten passt, haben wir im Beitrag Brunnen oder Trinkwasser verglichen.
Für den Preis der Anlage zählt außerdem, wie viel Wasser die Quelle liefert. Ein schwacher Brunnen bedeutet mehr, dafür kleinere Zonen – also mehr Ventile.
Faktor 4: die Steuerung
Das einfache Steuergerät mit Wochenprogramm gehört zur Grundausstattung. Wer die Anlage per App bedienen möchte, mit Wetterdaten, die die Laufzeiten automatisch anpassen, wählt ein smartes Steuergerät. Der Aufpreis ist im Verhältnis zur Gesamtanlage überschaubar, und im Sommer spart die wetterabhängige Steuerung spürbar Wasser. Was die smarte Variante kann, zeigen wir auf der Seite zur smarten Bewässerung.
Faktor 5: Neubau oder bestehender Garten
Beim Neubau liegt der Boden offen, die Leitungen kommen in den Graben, bevor Rasen und Beete entstehen. Im bestehenden Garten arbeiten wir mit der Grabenfräse, die einen schmalen Schlitz in den Rasen schneidet – der Rasen bleibt stehen. Preislich unterscheiden sich beide Wege kaum. Mehraufwand entsteht nur dort, wo Wege, Terrassen oder Einfahrten unterquert werden müssen. Wie die Nachrüstung abläuft, lesen Sie im Beitrag Bewässerung nachrüsten.
Die laufenden Kosten
Nach dem Einbau bleiben drei Posten. Das Wasser, wenn die Anlage am Hausanschluss hängt – hier lohnt sich ein Gartenwasserzähler, weil für Gießwasser keine Abwassergebühr anfällt. Der Strom für Steuergerät und gegebenenfalls Pumpe, der bei einer normalen Anlage im Jahr ein kleiner Betrag ist. Und das Einwintern im Herbst: Die Leitungen werden mit Druckluft leer geblasen, damit der Frost nichts anrichtet. Das können Sie selbst übernehmen oder uns als jährlichen Termin geben. Ersatzteile brauchen Sie bei einer sauber geplanten Anlage selten – die unterirdische Technik ist auf Jahrzehnte ausgelegt.
Was Sie mit dem Angebot in der Hand tun sollten
Vergleichen Sie nicht die Endsumme, sondern das, was drinsteckt. Ein günstiges Angebot mit zu wenigen Zonen oder zu großen Regnerabständen sieht auf dem Papier gut aus. Im zweiten Sommer zeigt es sich als brauner Streifen im Rasen. Fragen Sie nach der Zahl der Zonen, nach dem Regnertyp und danach, ob Druck und Durchfluss an Ihrer Wasserquelle gemessen wurden. Bei uns steht der Preis fest, bevor wir anfangen – und was eingebaut wird, steht im Angebot Zone für Zone.
Wie eine Anlage grundsätzlich aufgebaut ist und was die einzelnen Komponenten tun, zeigt der Beitrag Wie funktioniert ein automatisches Bewässerungssystem?. Den Überblick über Leistung und Technik finden Sie auf der Seite zur automatischen Gartenbewässerung.