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Herbst-Checkliste: Die Bewässerungsanlage vor dem Winter durchgehen
Im September läuft die Anlage noch, aber die Saison neigt sich dem Ende zu. Der Rasen wächst langsamer, die Nächte werden kühl, und irgendwann im Oktober kommt in der Lausitz, im Oderland und rund um Dresden die erste Frostnacht. Bis dahin sollte die Bewässerung winterfest sein, nicht am Tag davor, sondern mit Puffer.
Diese Checkliste ist für alle gedacht, die ihre Anlage selbst über den Winter bringen oder einfach wissen wollen, was wir beim Einwintern tun. Wie das Ausblasen mit Druckluft im Detail funktioniert, steht in unserem Beitrag Bewässerungsanlage winterfest machen. Hier geht es um die Reihenfolge und darum, dass nichts vergessen wird.
Der Terminplan
Die Wettergeschichte der letzten Jahre zeigt für Brandenburg und Sachsen ein klares Muster: Erste Bodenfröste treten meist in der zweiten Oktoberhälfte auf, in Senken und im Spreewald auch früher. Daraus ergibt sich ein einfacher Plan.
| Wann | Was |
|---|---|
| Mitte September | Laufzeiten reduzieren. Der Rasen braucht bei 15 Grad nur noch einen Bruchteil des Sommerbedarfs. |
| Ende September | Anlage einmal komplett durchlaufen lassen und dabei jede Zone anschauen. Jetzt fallen Defekte auf, die man im Winter nicht reparieren kann. |
| Erste Oktoberhälfte | Einwintern: Wasser abstellen, Leitungen ausblasen, Steuergerät ausschalten. |
| Spätestens Mitte Oktober | Alles erledigt. Danach entscheidet das Wetter, nicht Sie. |
Die Checkliste
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Letzte Sichtkontrolle im Betrieb. Jede Zone einzeln starten und ablaufen. Fährt jeder Regner aus? Dreht er durch den ganzen Sektor? Gibt es Pfützen über einer Leitung, die auf ein Leck hindeuten? Alles, was jetzt hakt, wird im Frühjahr schlimmer.
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Düsen und Filter reinigen. Verstopfte Düsen erkennt man am ungleichmäßigen Wurfbild. Die Siebe in den Regnern lassen sich herausnehmen und ausspülen. Bei Anlagen am Brunnen: den Hauptfilter ausbauen und reinigen, bevor er über den Winter zusetzt.
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Regensensor prüfen. Der Sensor sitzt meist an der Dachrinne oder am Carport und ist der am häufigsten vergessene Teil der Anlage. Ist die Scheibe frei von Laub? Lässt sich der Sensor auslösen? Ein Sensor, der jetzt nicht reagiert, wird es im nächsten Sommer auch nicht tun.
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Wasser abstellen. Den Absperrhahn vor der Anlage schließen – am Hausanschluss ebenso wie am Brunnen oder an der Zisterne. Bei Rückflussverhinderern und Wasserzählern im Außenbereich den Ablasshahn öffnen.
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Leitungen ausblasen. Zone für Zone mit Druckluft leer blasen, bis aus den Regnern nur noch Nebel kommt. Der Druck bleibt dabei moderat; mehr Luft heißt nicht mehr Schutz, sondern höhere Belastung für Dichtungen und Ventilmembranen. Wer keinen passenden Kompressor hat, sollte diesen Punkt an uns abgeben.
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Ventilbox öffnen und trocken legen. Deckel abnehmen, Restwasser aus der Box entfernen, Verkabelung anschauen. Ist der Deckel dicht und liegt er richtig auf? Regenwasser, das in eine Box läuft und dort gefriert, ist eine der häufigsten Winterschadensursachen.
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Pumpe und Druckkessel entleeren. Bei Brunnen- und Zisternenanlagen: Pumpe stromlos machen, Kessel und Pumpengehäuse über die Ablassschraube leeren. Steht die Pumpe draußen, kommt sie ins frostfreie Quartier.
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Steuergerät ausschalten, nicht abbauen. Auf „Aus” oder „Rain Off” stellen; die Programmierung bleibt gespeichert. Bei App-Steuerung lässt sich die Anlage zusätzlich in der App pausieren. Wichtig ist nur, dass im Winter keine Zone mehr startet, während die Leitungen leer sind.
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Regner einfahren und Fläche kontrollieren. Nach dem Ausblasen sollten alle Versenkregner unten sein. Ein Regner, der oben stehen bleibt, ist ein Hinweis auf Schmutz oder eine defekte Feder – und ein Hindernis für den Rasenmäher im Frühjahr.
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Notiz für das Frühjahr. Was ist Ihnen beim Herbstdurchlauf aufgefallen? Eine Zone mit schwachem Druck, ein Regner, der nicht ganz bis zur Hecke wirft, ein Beet, das mehr Wasser bräuchte? Aufgeschrieben ist es im April in fünf Minuten erledigt. Aus dem Gedächtnis dauert es einen Sommer.
Was im Herbst sonst noch Sinn ergibt
Der Herbst ist der beste Zeitpunkt, um über Änderungen an der Anlage nachzudenken. Der Garten hat sich über den Sommer verändert – die Hecke ist gewachsen, ein neues Beet ist dazugekommen, die Terrasse wurde vergrößert. Solche Anpassungen planen wir gern im Winter und bauen sie im März, bevor die Saison beginnt und die Wartezeiten wieder länger werden.
Und wer noch keine Anlage hat: Auch dafür ist der Herbst günstig. Der Boden ist offen, die Pflanzen sind in Ruhe, und die Anlage ist zum Saisonstart fertig, statt im Mai in der Warteliste zu stehen. Wie eine Anlage grundsätzlich aufgebaut ist, zeigen wir auf der Seite zur automatischen Gartenbewässerung.